Was passiert beim Fasten im Körper?
Wenn wir essen, schüttet der Körper Insulin aus und speichert Energie. Fasten kehrt diesen Prozess um: Insulin sinkt, der Körper schaltet auf Fettverbrennung um – und aktiviert dabei einen Prozess namens Autophagie.
Autophagie bedeutet wörtlich „sich selbst essen". Zellen beginnen, beschädigte Proteine und Zellbestandteile abzubauen und wiederzuverwerten. Dieser Reinigungsprozess ist einer der wichtigsten Mechanismen, die Altern verlangsamen.
Was sagen die Studien?
Eine Metaanalyse mit über 8.000 Teilnehmern zeigte: Menschen, die regelmäßig 16 Stunden fasten (16:8-Methode), hatten deutlich niedrigere Entzündungsmarker, eine verbesserte Insulinsensitivität und messbar längere Telomere nach zwölf Monaten.
Besonders interessant: Die Effekte waren unabhängig vom Gewichtsverlust. Selbst Teilnehmer, die kalorisch identisch aßen, profitierten – allein durch das veränderte Timing.
Wie anfangen?
Das Einfachste: Das Frühstück um zwei Stunden nach hinten verschieben und früher mit dem Abendessen aufhören. Wer um 19 Uhr zu Abend isst und erst um 11 Uhr frühstückt, hat 16 Stunden Pause – ohne großen Aufwand und ohne zu hungern.