Die KIHD-Studie
Die Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study verfolgte 2.315 finnische Männer über 20 Jahre und erhob dabei auch ihre Sauna-Gewohnheiten. Das Ergebnis war aufsehenerregend: Männer, die vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna gingen, hatten ein um 63% niedrigeres Risiko für tödliche Herzerkrankungen als Menschen, die nur einmal pro Woche gingen.
Auch das Risiko für Demenz und Alzheimer war deutlich reduziert – um 66% bei häufiger Sauna-Nutzung.
Warum wirkt Sauna?
Die physiologischen Effekte einer Sauna ähneln in vielerlei Hinsicht denen von moderatem Ausdauertraining. Die Körpertemperatur steigt auf bis zu 39°C, das Herz schlägt schneller, die Blutgefäße weiten sich. Hitzeschockproteine werden ausgeschüttet – Proteine, die beschädigte Eiweiße reparieren und zelluläre Schäden reduzieren.
Gleichzeitig sinkt der Cortisolspiegel nach der Sauna messbar, was die mentale Erholung erklärt, die viele Menschen berichten.
Praktische Einordnung
Die optimale Frequenz aus der Studienlage: mindestens viermal pro Woche, 15–20 Minuten bei 80–100°C. Wer keinen täglichen Zugang hat, profitiert schon ab zweimal pro Woche deutlich gegenüber gar nicht. Die Kombination mit anschließender Kühlung – wie in der finnischen Tradition – scheint die kardiovaskulären Effekte zu verstärken.